IBM gab $140B für Aktienrückkäufe aus

In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben Unternehmen ihre eigenen Aktien in Rekordhöhe gekauft. Im Fall von IBM hat dies jedoch nicht viel gebracht.

Aktienrückkäufe durch Konzerne sind in den letzten Monaten zu Recht kritisiert worden. Viele Unternehmen entschieden sich für kurzfristige Belohnungen statt für langfristige Planung. Fluggesellschaften und andere Firmengiganten bitten um Rettungsaktionen, um die durch ihre eigene Leichtfertigkeit verursachte Rechnung zu begleichen.

IBM könnte jedoch zu den schlimmsten Übeltätern von Aktienrückkäufen bei Bitcoin Evolution gehören – die Verliererstrategie trug nicht einmal dazu bei, seine Marktkapitalisierung zu erhöhen.

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Aktienrückkäufe laufen aus dem Ruder

Laut Charlie Bilello, CEO von Compound Capital Advisors, zeigt IBM, wie Aktienrückkäufe auf schlechtem kurzfristigen Denken basieren.

Und so funktioniert es: Unternehmen mit Gewinnen wollen, dass ihre Aktien an der Börse besser abschneiden. Also kaufen sie sie vom Markt und verringern so das Angebot in der Hoffnung, dass der Kurs weiter steigen wird. Diese Strategie soll die Marktkapitalisierung erhöhen.

Für IBM ist dies jedoch ein monumentaler Misserfolg gewesen. Wie Bilello schreibt, hat IBM in den letzten 20 Jahren eigene Aktien im Wert von 140 Milliarden Dollar zurückgekauft. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt nur 105 Milliarden Dollar.

Aktienrückkäufe sind in den letzten Monaten zu einem wichtigen Thema geworden. Jetzt, da die Unternehmen durch die Pandemie exponiert sind, wird die fragwürdige Praxis unter die Lupe genommen. Wie BeInCrypto im März berichtete, haben große Banken kürzlich Schritte unternommen, um Aktienrückkäufe zu verhindern. Es ist unklar, ob die US-Regierung ähnliche Beschränkungen gesetzlich verankern wird.

Finanzmärkte vs. Realwirtschaft

Die beiden Monate haben eine tiefe Kluft zwischen den Finanzmärkten und der realen, strukturellen Wirtschaft aufgezeigt. Aktienrückkäufe sind daher nur ein Teil der größeren Geschichte.

Wiederholt haben sich die US-Finanzmärkte bei höher als erwarteten Arbeitslosenanträgen erholt. Es scheint zunehmend den Anschein zu erwecken, als sei der Finanzsektor weniger repräsentativ für die Realwirtschaft geworden, sondern stattdessen repräsentativ für die Bilanz der Fed. Da in den kommenden Wochen immer mehr Berichte über die Unternehmensgewinne veröffentlicht werden, könnte es sein, dass die Finanzmärkte eine Wende zum Schlechteren nehmen.

Die konjunkturelle Erholung wird letztlich davon abhängen, ob sich die Dinge wieder normalisieren – aber es ist unwahrscheinlich, dass die Verbraucherausgaben in absehbarer Zeit wieder auf das Niveau zurückkehren, auf dem sie sich befanden. In einer deflationären Krise mit mangelnder Nachfrage werden diejenigen Unternehmen, die gespart und langfristige Pläne hatten, die Gewinner sein.

Diejenigen, die wie IBM ihre Gewinne für den Kauf eigener Aktien ausgegeben haben, bitten jetzt um Hilfe. Angesichts der derzeitigen Lage der Dinge scheint es unwahrscheinlich, dass die Steuerzahler dies gerne tun werden.